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  • „Oppenheimer“ (2023) – Filmkritik: Zwischen Genialität und Zerstörung: Ein fesselndes Meisterwerk voller moralischer Dilemmata

    „Oppenheimer“ (2023) – Filmkritik: Zwischen Genialität und Zerstörung: Ein fesselndes Meisterwerk voller moralischer Dilemmata

    Bild: © Universal Pictures

    Christopher Nolans Oppenheimer ist überwältigend und ambivalent zugleich – ein filmisches Ereignis über die Verantwortung der Wissenschaft, das uns auch nach dem Abspann nicht loslässt.

    Durch und durch überladen & in sich zerrissenStärke & Schwäche zugleich.

    Kann „Oppenheimer“ überwältigend und fesselnd wirken durch den gewählten Schnitt & die Erzählstruktur, die sinnbildlich für das Innenleben der Hauptfigur & der Atombombe gelesen werden können, kann der Film auch unentschlossen, unfokussiert, zerfasert, ambivalent und oberflächlich auf einen wirken.

    Mich persönlich hat der Film mit purem Schauspielkino-Hochgenuss bekommen – einer bombastischen Ensembleleistung bis in die kleinsten Rollen mit fantastischem Dialog.
    Schnitt, Ton und Soundtrack wirkten gerade zur Thematik sehr immersiv auf mich und sorgten für eine innere Unruhe & ein Unwohlsein, was mich selbst zuhause noch nicht losgelassen hat, sodass ich mich noch stundenlang auf Wikipedia und YouTube zum Thema verloren habe. 

    „Oppenheimer“ hat mich gar zu Tränen gerührt, dass Menschen doch tatsächlich diese tödliche Errungenschaft derart zelebriert haben und wir Menschen seit dem immer in der Lage sein werden, die ganze Menschheit auf Knopfdruck auszulöschen.

    Der Film verhandelt wie kaum ein anderer das Thema der Verantwortung der Menschen, der Wissenschaft & des Fortschritts gegenüber der eigenen Existenz & Endlichkeit des Seins auf dieser Erde.

    Das Dilemma, was sich da nicht nur auf moralischer Ebene offenbart, wirft dabei immer neue Fragen auf, ob nun rund um die Bedeutung der Atombombe, der Besitz dieser, der Abwurf auf Japan damals oder in geopolitischer Hinsicht mit Weitsicht auf das Gleichgewicht des Schreckens, MAD vs NUTS… Es ist so abscheulich wie zugleich faszinierend, welche Tragweite diese Erfindung damals wie auch heute noch hat.



    Wenn mich ein Film derart bewegt und zum Nachdenken anregt weit nach Kinobesuch, dann hat er vieles verdammt richtig gemacht. 

    Bewertung: 8/10 ♥️

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