Bild: (c) Netflix
Minimalistisch, effektiv und stylish – Michael Fassbender brilliert in einem präzise inszenierten Neo-Noir mit Killer-Soundtrack und packender Atmosphäre.
Der Killer (Michael Fassbender) arbeitet schon jahrelang als skrupelloser Auftragsmörder, der immer äußerst methodisch und kalt bei seiner Arbeit vorgeht. Doch das alles ändert sich nach einem gescheiterten Auftrag, der ihm zum Verhängnis wird. Der Jäger wird zum Gejagten.
„Stick to the plan. Anticipate, don’t improvise. Trust no one.“ Except for the Smiths. They had some Killer songs.
Dieses Mantra zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film, sowohl auf der Plot-Ebene wie auch der ästhetischen Ebene. Fassbenders Spiel fügt sich dabei wunderbar in die simple Effizienz des Films ein, sagt seine Figur auch passend an einer Stelle:
„If I’m effective, it’s because of one simple fact. I don’t give a fuck.“
„Der Killer“ (sowohl Film wie Figur) ist simpel und effektiv, genau darin liegt auch die Stärke des Films. Getragen von dem top Schnitt, der top Kamera und einem gelungenen Drehbuch, hat der Film ein sehr angenehmes Pacing.
Das Colorgrading in Kombination mit dem (wieder mal) brillanten Score von Trent Reznor & Atticus Ross und dem fantastischen Sounddesign sorgen für eine unheimlich dichte Atmosphäre, die mit Fassbenders Killer Monologen aus dem Off eine besondere Sogkraft entfalten, wobei letzteres auch sehr an Dexter Morgan erinnert.
Auch Witz und Cleverness kommen an dieser Stelle nicht zu kurz, sei es der Nutzen von AirBnBs, den Vorteilen von Amazon Prime oder auch der Griff zur Käsereibe. Dabei darf die herausragend choreographierte Kampfszene nicht unerwähnt bleiben, die sehr mitreißend inszeniert wurde.
Fazit: Der Film ist einfach durch und durch crisp ohne große Spielereien und unnötigen Twists. Dafür ist er aber verdammt effektiv in dem was er macht und was er letztlich ist. Mag vielleicht nichts „Besonderes“ sein, ich mag’s jedenfalls. Es lebe der Hund!
Bewertung: 8/10 ♥️
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