Bild: © Zorro / 24 Bilder
Wolfgang Fischers „Styx“ überzeugt mit starker Bildsprache und intensiver Stille, hinterlässt aber auch einen faden Beigeschmack westlicher Perspektiven.
„Styx“ ist nüchtern, kompromisslos, aber auch privilegiert.
Viele Fragen tun sich im Laufe des Films auf, auf die weder die Figuren, noch der Film, noch das Publikum so recht eine Antwort suchen bzw. wissen.
Sicherlich sind die mythologischen Verweise spannend bis passend und auch die metaphorische Kontextualisierung zu Charles Darwins Insel Ascension wie Asa Gray wirkt erstmal stimmig. Für mich bleibt in diesem Zusammenhang allerdings eher ein fader Beigeschmack, da „Styx“, vor allem beim Drehbuch und den Dialogen, doch immer eine westliche, bildungsbürgerliche Perspektive auf die Geschehnisse im Film einnimmt und diese unangenehm durchdringt.
Hier funktioniert „Styx“ für mich in den wortlosen bis wortkargen Szenen wesentlich besser, ist in diesen insgesamt deutlich stärker.
Susanne Wolffs Schauspiel wirkt dem schwächelnden Drehbuch deutlich entgegen, doch ist mir die Rolle des Jungen viel zu einseitig geschrieben, wenngleich fantastisch durch Gedion Oduar Wekesa gespielt.
Fazit: Das reine Schauspiel, wie auch die Kamera- und Tonarbeit, sorgen letztlich trotzdem für einen bildgewaltigen Film, der einen wichtigen Beitrag zum Flüchtlingsthema leistet und die Fragen nach Menschlichkeit und Altruismus aufwirft, jedoch angenehm unbequem unbeantwortet lässt.
Bewertung: 7/10
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