„A Thousand and One“ (2023) – Filmkritik: Ein bewegendes Sozialdrama über Identität, Gentrifizierung und Mutterliebe

Bild: (c)Universal Pictures / Focus Features, eOne Features, LLC

Ein kraftvolles Regiedebüt von A.V. RockwellTeyana Taylor brilliert in einer authentischen Geschichte über Kampf, Hoffnung und die Schattenseiten New Yorks.

New York City, 1994: Die obdachlose Inez (Teyana Taylor) kehrt von einem Gefängnisaufenthalt zurück in die Straßen Brooklyns und versucht sich als Friseurin durchzuschlagen. Als sie mitbekommt, dass sich ihr 6-jähriger Sohn Terry (Aaron Kingsley Adetola), nach dem Versuch aus seiner Pflegefamilie auszubrechen, verletzt im Krankenhaus befindet, beschließt die unerschrockene Inez ihren Sohn zu entführen. Gemeinsam gelingt es ihnen, sich ein neues, gutes Leben aufzubauen, bis ihr Geheimnis aufzufliegen droht.

„I’ll go to war for you, you know that? Against anybody. Against this whole fucked-up city.“ 

A Thousand and One (2023) ist ein Film über Mutter und Sohn auf der Suche nach Identität & Stabilität in einer Welt voller Armut, Rassismus & systemischer Diskriminierung

Mit starken, lebendigen Bildern der sich wandelnden, gentrifizierenden Stadt New York Citys, einem eindrucksvoll atmosphärischem Score und einem großartigen Schauspiel des gesamten Casts, überzeugt der Film mit dem Realismus seiner Bilder, übt damit beobachtend seine eindringliche Kritik an Politik und Gesellschaft. 

Der unermüdliche Kampf der Mutter Inez, ihrem Kind unter allen Umständen eine Zukunft zu ermöglichen, die ihr selbst aufgrund ihrer Herkunft und Biographie verwehrt geblieben ist, berührt dank der hervorragend nuancierten Performance Teyana Taylors.

„Look. I don’t know what the fuck to tell you, T. But there’s more to life than fucked-up beginnings.“ 

Der Film schafft eine Form der Authentizität, die über erzählstrukturelle Lücken und Längen hinwegsehen lässt, da sie sich trotz episodenartigen Aufbaus organisch nachvollziehbar zu einem stimmigen Mosaik zusammenfügen

Nur zurecht wurde das Debüt (!!) der afroamerikanischen Regisseurin und Drehbuchautorin A.V. Rockwell, die selbst in Queens, New York geboren und aufgewachsen ist, mit dem Hauptpreis der Jury auf dem Sundance-Festival prämiert.

Bewertung: 8/10 ♥️

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Kommentare

2 Antworten zu „„A Thousand and One“ (2023) – Filmkritik: Ein bewegendes Sozialdrama über Identität, Gentrifizierung und Mutterliebe”.

  1. Avatar von flightattendantlovesmovies

    Ein so toller Film, war in dem Jahr einer meiner Lieblingsfilme.

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    1. Avatar von Melanie

      Geht mir ganz genauso! 🙂 Ich hab eben mal nachgeschaut und tatsächlich ist er unter meinen Top 3 aus dem Jahr 2023!

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