Highlights & Lowlights – Locarno Filmfestival 2025

Bild: Pressekonferenz von Yakushima’s Illusion © Melanie Eckert

Ein kurzer Überblick über meine persönlichen Festivalhöhepunkte, erste Impressionen und besondere Erlebnisse bei der 78. Ausgabe des Locarno Filmfestivals. Der ausführliche Festivalbericht – inklusive Reiseerlebnis – folgt.

Nach dem Filmfest München ging es für mich im Sommer direkt weiter nach Locarno in die italienischsprachige Schweiz – für mich eine Premiere in doppelter Hinsicht: Es war mein erstes Filmfestival außerhalb Deutschlands – und zugleich mein erster Aufenthalt in der Schweiz. Am Lago Maggiore liegend versprüht dieser Festivalort ganz selbstverständlich mediterrane Urlaubsvibes, die die Festival-Saison im Sommer zu etwas Besonderem machen.

Zwischen spätabendlichen Open-Air-Kinovorstellungen auf der Piazza Grande und erfrischenden Badeerlebnissen im See findet man Abkühlung vor allem in den klimatisierten Kinosälen der Kleinstadt Locarnos, die nicht selten in ungewöhnlichen Gebäuden untergebracht sind, etwa in einer Kantonschule oder einem Casino. Das Festivalprogramm lud jedoch alles andere als zum Abschalten ein. Das Locarno Filmfestival ist bekannt für seine Vorliebe für anspruchsvolles Autorenkino – ein Profil, das sich auch im diesjährigen Programm deutlich widerspiegelte: mit einer Reihe politischer, gesellschaftskritischer Arthousefilme und einer Vielzahl experimentellerer Filme.

Highlights – Features

  • Grünes Licht | 9/10
  • Peeping Tom | 9/10 ♥️
  • Don’t Let The Sun | 8/10 ♥️
  • Olivia | 8/10 ♥️
  • Cowboy | 8/10 ♥️
  • Hijo Mayor | 8/10 ♥️
  • Yakushima’s Illusion | 8/10 ♥️
  • Hair, Paper, Water… | 8/10
  • Two Seasons, Two Strangers | 7/10

Bild: © Letterboxd / @hungrylikeafox

Highlights – Shorts

  • Hunting | 10/10 ♥️
  • L’Avant-Poste 21 | 10/10 ♥️
  • Honey, My Love, So Sweet | 8/10 ♥️
  • Hyena | 8/10 ♥️
  • Primary Education | 8/10 ♥️
  • Once in a Body | 7/10
  • Still Playing | 7/10
  • Eldorado | 7/10

Lowlights

Auch Filme, die mich weniger überzeugen konnten, gehören zu einer ehrlichen Festivalbilanz dazu. Mit Kiss of the Spider Woman und Rosemead finden sich hier zwei Titel, die deutlich unter meinen Erwartungen blieben und mich in ihrer Inszenierung besonders enttäuschten: Auf dem Papier schienen einige vielversprechende Zutaten vorhanden zu sein, in der Umsetzung ergab sich für mich jedoch kein rundes Gesamtbild. Schade.

  • Mare’s Nest | 1/10
  • The Plant from the Canaries | 4/10
  • Affection Affection | 4/10
  • Kiss of the Spider Woman | 4/10
  • Becoming | 5/10
  • Rosemead | 6/10

Fazit

Für mich war das Locarno Filmfestival definitiv eine besondere Erfahrung – nicht zuletzt wegen der außergewöhnlichen Akkreditierungserfahrung inmitten von Wasser und Bergen, die anspruchsvolles Kino mit idyllisch leichter Atmosphäre vereint.

Trotz einzelner filmischer Lichtblicke empfand ich das Gesamtprogramm jedoch als eher durchwachsen – eine Einschätzung, die sich auch in Gesprächen mit erfahrenen Festivalkolleg*innen mehrfach bestätigte.

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